Die Konferenz ist gelaufen, für Alle? - Nein natürlich nicht, aber das war mir ja schon vorher klar.
Ansich muß ich sagen war sie aber ein riesen Geschenk für mich, mein Team die Security hat mich wirklich aus den Latschen gehauen, wow die Mädels und Jungs, das war großartig, keine Beschwerden, keine Vorfälle, kein Gejammer, selbst nicht am letzten Tag. Sie waren überdurchschnittlich diszipliniert und von Anfang bis Ende hoch motiviert. Ja sie waren sogar für persönliche Opfer bereit, auch wenn sie darum niemand gebeten hat, als Beispiel sei hier erwähnt, daß ich als Mitarbeiter keinerlei Anspruch auf Verpflegung hatte und meine Jungs kamen her und haben ihr Studentenessen mit den Staffs geteilt, sowas habe ich bisher noch nie erlebt - Danke Jesus, Danke Leute - von mir gibt´s dafür standing ovations - Ihr seid toll.
Gott hat sich wirklich auch nicht lumpen lassen bei dieser Konferenz und hat mir ein persönliches Wunder geschenkt, Andy, der absolut nie zu einer JmeM-Veranstalltung erscheinen wollte, ist nach 2 Jahren beständigem Gebet tatsächlich erschienen und was noch viel besser ist, er hat wie mir scheint einen Haufen positiver, neuer Impulse mitgenommen und hat mir gegenüber sogar eingeräumt, daß er verschiedene Aussagen betreffend der Qualität unserer Studies nicht mehr aufrecht erhalten kann - Wahnsinn das ist einfach mehr als ich je zu erwarten gewagt hätte.
Ebenso war ich persönlich sehr davon angetan Annett und Günne begrüßen zu dürfen, yes 2 Stuttgarter Freaks auf Mission Life 2007 in Nürnberg und auch hier eigentlich nur positives Feedback - ich fühle mich geadelt - die Konferenz war wohl doch irgendwie ein Erfolg
Die Sprecher konnten soviel ich das mitbekommen habe durch die Bank überzeugen und der Lobpreis war bis auf sagen wir Mal etwas viel Geschrei echt klasse, zumindest was das stimmliche und den Tiefgang angeht.
Die Kehrseite der Medallie liegt auf der Hand, gestern hatte ich frei und habe die Zeit überwiegend im Bett, im Bad oder der Waschküche verbracht, bleibt halt doch alles liegen, wenn man unterwegs ist.
Heute zurück in der Buchhaltung hat mich erstmal der Schlag getroffen schon wieder soviel Arbeitsrückstau und wie nicht anders zu erwarten, die dafür Verantwortlichen haben alle samt und sonders Urlaub und der Freak kann wieder sehen wie er zurecht kommt bzw. wo er bleibt - normal halt
Soviel für heute, ach ja eines noch was hat die Konferenz eigentlich bewegt, außer Unmengen an Finanzen und Aufwand, Ressourcenverschleis etc.?
Aus meiner Sicht sehr viel, weil die wenigen Konferenzteilnehmer, die neben den 130 JmeM Herrnhut Members da waren, sehr deutlich aufgerüttelt wurden und eine sehr klare Message vermittelt bekamen. Wenn nur die Hälfte derjenigen, die ein Versprechen vor Gott auf dieser Konferenz abgegeben haben es wirklich einhalten, oh Freak was willst du mehr, dann bricht sie los in Deutschland, die längst fällige Erweckung
Deutschland erwache und werde wieder zum Vaterland oder besser zum Väterland
Solong
berney
Dienstag, 4. Dezember 2007
Montag, 19. November 2007
... so genau hab` ich es dann auch nicht wissen wollen ...
Gewissheit ist so eine komische Sache, man sagt immer, daß man sie haben will, daß man sie zum Leben braucht, daß ohne sie nichts vorwärts geht, aber ist auch nur irgendeiner je durch sie stärker geworden oder wirklich gewachsen? - ich sage nein!
ich gebe es zu, es war absehbar, obendrein logisch und natürlich hat wieder jeder Recht behalten bis halt auf mich, weil ich habe mir da ganz schön was zusammen gebaut mit meinen Theologieversuchen, die wahrscheinlich leider doch alle samt und sonders lediglich das Ziel verfolgten, meinen Wunsch wieder Alkohol trinken zu können, legitimieren sollten.
- kurz ich bin auf den Bauch geflogen, totalitärer Absturz 1. Güte, Vollsuff mit Erinnerungslücken, Klasse das hätte niemand schöner hinbekommen können und ich versuche tatsächlich noch mir einzubilden, daß ich mit einer zumindest nicht suchtpositiven Diagnostik aus der ganzen Geschichte hervorgehe, was eigentlich ziemlich albern sein dürfte, wenn ich mir den Samstag revue passieren lasse.
Was soll ich dazu noch großartig sagen, die Fakten liegen auf der Hand, eine wundersame Heilung des Freaks fand nicht statt, der kann nämlich nach wie vor mit Alkohol nicht umgehen, was nur ein Ergebnis zuläßt, Freak du wirst nie wieder Alkohol zu dir nehmen, ansonsten kommst du in nicht all zu ferner zukunft genau da hin, wo du eigentlich nie hinkommen wolltest, schöne Perspektive und leider absolut keine Hoffnung, daß sich daran irgendetwas ändern wird.
Meine Selbstverachtung spricht Bände, obendrein schäme ich mich mal wieder nicht zuletzt deswegen, weil es wahrscheinlich nicht ausbleiben wird, daß Fotos dieser Aktion Veröffentlichung finden werden, womit dann nicht nur mein Ruf Schaden nehmen wird.
Ich werde es überleben, aber leicht wird das diesmal nicht, denn ich bin leider ziemlich weit den Weg runter gerannt um etwas fest zu stellen, das mir mein eigener Verstand hätte auch sagen können, das mir verschiedene gute Berater auch gesagt haben und auch wirklich gute Freunde, hatten mir von diesem Wahnsinn abgeraten, aber ich wollte ja Gewissheit, wozu sie auch immer nur gut ist
Solong
berney
ich gebe es zu, es war absehbar, obendrein logisch und natürlich hat wieder jeder Recht behalten bis halt auf mich, weil ich habe mir da ganz schön was zusammen gebaut mit meinen Theologieversuchen, die wahrscheinlich leider doch alle samt und sonders lediglich das Ziel verfolgten, meinen Wunsch wieder Alkohol trinken zu können, legitimieren sollten.
- kurz ich bin auf den Bauch geflogen, totalitärer Absturz 1. Güte, Vollsuff mit Erinnerungslücken, Klasse das hätte niemand schöner hinbekommen können und ich versuche tatsächlich noch mir einzubilden, daß ich mit einer zumindest nicht suchtpositiven Diagnostik aus der ganzen Geschichte hervorgehe, was eigentlich ziemlich albern sein dürfte, wenn ich mir den Samstag revue passieren lasse.
Was soll ich dazu noch großartig sagen, die Fakten liegen auf der Hand, eine wundersame Heilung des Freaks fand nicht statt, der kann nämlich nach wie vor mit Alkohol nicht umgehen, was nur ein Ergebnis zuläßt, Freak du wirst nie wieder Alkohol zu dir nehmen, ansonsten kommst du in nicht all zu ferner zukunft genau da hin, wo du eigentlich nie hinkommen wolltest, schöne Perspektive und leider absolut keine Hoffnung, daß sich daran irgendetwas ändern wird.
Meine Selbstverachtung spricht Bände, obendrein schäme ich mich mal wieder nicht zuletzt deswegen, weil es wahrscheinlich nicht ausbleiben wird, daß Fotos dieser Aktion Veröffentlichung finden werden, womit dann nicht nur mein Ruf Schaden nehmen wird.
Ich werde es überleben, aber leicht wird das diesmal nicht, denn ich bin leider ziemlich weit den Weg runter gerannt um etwas fest zu stellen, das mir mein eigener Verstand hätte auch sagen können, das mir verschiedene gute Berater auch gesagt haben und auch wirklich gute Freunde, hatten mir von diesem Wahnsinn abgeraten, aber ich wollte ja Gewissheit, wozu sie auch immer nur gut ist
Solong
berney
Montag, 12. November 2007
...es liegt schnee hier rum in herrnhut ...
... und ich hab noch immer keinen auslandseinsatz ...
jetzt mal spaß bei seite, aber mir fällt gerade auf, daß es schon sehr bald zeit für den jahresnewsletter ist, immer noch viele dinge nicht wirklich geklärt sind, einige arbeiten sich nun bestimmt nicht mehr länger verschieben lassen sollten, etc. etc. etc.
aber ich habe gerade auch einen entschluss gefaßt - auch wenns mir wahrscheinlich nacher wieder leid tun wird, ich werde vom 30.11.07 bis 02.12.07 auf der mission-live-conference in nürnberg mitarbeiten, was ich dort genau tun darf ist bisher noch nicht so ganz raus, aber ich habe mich als leiter für das security-team eingetragen, damit wenns kracht auch wirklich was geboten ist.
spätestens nach der konferenz handelt es sich nur noch um wochen bis es weihnachten ist und auch hier habe ich bereits eine entscheidung getroffen, auch wenn ich bisher noch mit niemandem darüber geredet habe, werde ich diese auch durchsetzen - ich werde dieses jahr weihnachten und silvester in der stuttgarter-umgebung verbringen, wobei ich nicht vorhabe mir das leben mit übermäßig vielen terminen zu versauen, zumal ich eh kein auto mehr habe, damit fällt die sponsorenbesuchstour dieses jahr wohl aus, wenn sich das mal nicht schlecht auf meine kampfkasse auswirkt.
und jetzt das beste: tä-tätä-tätttähhh, ab januar hab ich endlich wieder einen neuen mitbewohner in meiner wg, womit ich nach finanziel desaströsen verhältnissen im oktober, november und dezember endlich wieder in richtung null tendiere.
was gibt es sonst für neuigkeiten - nicht viel, aber ich verstehe meine lesergemeinschaft eh bald nicht mehr, ich meine was soll ich dazu noch sagen, geb ich euch einen hilferuf, eine frage nach rat oder ähnlichem habe ich keine große ressonanz, was ich in sofern verstehen kann, daß mir mein gejammere selber auf den geist geht, schreibe ich euch eine derbe peinlichkeit meiner selbst, damit ihr euch vor lachen schütteln sollt, ausflippen, total ausrasten, bekomme ich auch keine ressonanz - egal, ich weiß ja dass der eine oder andere den blog tatsächlich noch liest, auch wenn es nicht allzuviele gibt, die sich dazu bekennen zu meinen lesern zu gehören.
ach ja die neuigkeit: ich habe mich dazu entschlossen mir eine neue diagnostik bezüglich meiner alkoholabhängigkeit zu holen, weil ich einfach nicht mehr länger daran glauben will oder auch nur glauben kann, dass es meinem himmlischen vater recht sein soll, dass ich suchtkrank bin. anders gesagt ich glaube daran, dass gott jederzeit, jede krankheit heilen kann, warum sollte es mir dann bitte nicht möglich sein, im glauben anzunehmen, dass ich möglichkeit nummer 1 in meinem alten leben massiven, häufigen alkoholmißbrauch betrieben habe und die konsequenzen daraus zu tragen hatte oder möglichkeit nummer 2 in meinem alten leben, das von sünde und gottlosigkeit geprägt war, ich möglicherweise doch abhängig gewesen bin, aber das läßt sich doch mit meinem neuen leben, wiedergeboren, frei, gerechtfertig durch christus garnicht vereinbaren. ich schätze die wahrscheinlichkeit auf über 50 prozent ein, daß bei der erneuten diagnostik sich herausstellen wird, dass ich nicht suchtkrank bin, zumindest nicht was alkohol anbelangt, dennoch werde ich auch weiterhin versuchen ein leben mit möglichst wenig alkohol zu führen, aber weil ich das will und nicht unter dem druck der permanenten selbstverdammnis, du kannst jetzt nicht mit trinken und lustig sein, weil du es solange übertrieben hast, bis nichts mehr ging.
egal was bei der neuen diagnostik heraus kommt, sie wird mir ein stück weit freiheit geben. entweder es bleibt mir danach garnichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass ich abhängig war und auch heute noch abhängige muster aufweise, womit dann absolut klar ist, daß ich mit der befleckung, dem makel suchtkrank zu sein leben muß oder aber auch es kommt heraus, daß ich abhängig war und heute keinerlei abhängige muster mehr aufweise, womit klar ist was ich dann zu tun habe, ab in den tempel und das dankopfer erbringen, weil er mich dann gereinigt hat, freigesetzt und wieder hergestellt, geheilt für alle zeiten, vollständig geheilt, halleluja oder aber es stellt sich heraus, dass ich zu keinem zeitpunkt suchtkrank war, dass ich vielen menschen und mir etwas vorgemacht habe, dass ich eine rolle angenommen hatte, die mir nützlich war und dann weiß ich auch was ich zu tun habe auch wenn das nicht einfach werden wird.
mein persönlicher wunsch ist es ein leben in absoluter freiheit zu führen, gelegentlich ob mit oder ohne grund ein paar wenige drinks zu haben, so wie es gestern wieder der fall war, und wenn mir der sinn danach steht monatelang nichts zu trinken, auch gut, weil dann mach ich das, weil ich das will, womit ich meinem herrn dann auch wieder jederzeit für alles die ehre geben kann und nicht das gefühl haben muß, ihn in verschiedenen momenten aufs schwerste zu enttäuschen oder gar ans kreuz zu schlagen.
sorry schon wieder so ein langer eintrag, aber ich wil einfach dass ihr mit einigen wenigen meiner gedanken mit auf dem laufenden seid, damit sich niemand am ende entsetzen braucht, ich hätte nichts jeweils gesagt.
bleibt mir gewogen
berney
jetzt mal spaß bei seite, aber mir fällt gerade auf, daß es schon sehr bald zeit für den jahresnewsletter ist, immer noch viele dinge nicht wirklich geklärt sind, einige arbeiten sich nun bestimmt nicht mehr länger verschieben lassen sollten, etc. etc. etc.
aber ich habe gerade auch einen entschluss gefaßt - auch wenns mir wahrscheinlich nacher wieder leid tun wird, ich werde vom 30.11.07 bis 02.12.07 auf der mission-live-conference in nürnberg mitarbeiten, was ich dort genau tun darf ist bisher noch nicht so ganz raus, aber ich habe mich als leiter für das security-team eingetragen, damit wenns kracht auch wirklich was geboten ist.
spätestens nach der konferenz handelt es sich nur noch um wochen bis es weihnachten ist und auch hier habe ich bereits eine entscheidung getroffen, auch wenn ich bisher noch mit niemandem darüber geredet habe, werde ich diese auch durchsetzen - ich werde dieses jahr weihnachten und silvester in der stuttgarter-umgebung verbringen, wobei ich nicht vorhabe mir das leben mit übermäßig vielen terminen zu versauen, zumal ich eh kein auto mehr habe, damit fällt die sponsorenbesuchstour dieses jahr wohl aus, wenn sich das mal nicht schlecht auf meine kampfkasse auswirkt.
und jetzt das beste: tä-tätä-tätttähhh, ab januar hab ich endlich wieder einen neuen mitbewohner in meiner wg, womit ich nach finanziel desaströsen verhältnissen im oktober, november und dezember endlich wieder in richtung null tendiere.
was gibt es sonst für neuigkeiten - nicht viel, aber ich verstehe meine lesergemeinschaft eh bald nicht mehr, ich meine was soll ich dazu noch sagen, geb ich euch einen hilferuf, eine frage nach rat oder ähnlichem habe ich keine große ressonanz, was ich in sofern verstehen kann, daß mir mein gejammere selber auf den geist geht, schreibe ich euch eine derbe peinlichkeit meiner selbst, damit ihr euch vor lachen schütteln sollt, ausflippen, total ausrasten, bekomme ich auch keine ressonanz - egal, ich weiß ja dass der eine oder andere den blog tatsächlich noch liest, auch wenn es nicht allzuviele gibt, die sich dazu bekennen zu meinen lesern zu gehören.
ach ja die neuigkeit: ich habe mich dazu entschlossen mir eine neue diagnostik bezüglich meiner alkoholabhängigkeit zu holen, weil ich einfach nicht mehr länger daran glauben will oder auch nur glauben kann, dass es meinem himmlischen vater recht sein soll, dass ich suchtkrank bin. anders gesagt ich glaube daran, dass gott jederzeit, jede krankheit heilen kann, warum sollte es mir dann bitte nicht möglich sein, im glauben anzunehmen, dass ich möglichkeit nummer 1 in meinem alten leben massiven, häufigen alkoholmißbrauch betrieben habe und die konsequenzen daraus zu tragen hatte oder möglichkeit nummer 2 in meinem alten leben, das von sünde und gottlosigkeit geprägt war, ich möglicherweise doch abhängig gewesen bin, aber das läßt sich doch mit meinem neuen leben, wiedergeboren, frei, gerechtfertig durch christus garnicht vereinbaren. ich schätze die wahrscheinlichkeit auf über 50 prozent ein, daß bei der erneuten diagnostik sich herausstellen wird, dass ich nicht suchtkrank bin, zumindest nicht was alkohol anbelangt, dennoch werde ich auch weiterhin versuchen ein leben mit möglichst wenig alkohol zu führen, aber weil ich das will und nicht unter dem druck der permanenten selbstverdammnis, du kannst jetzt nicht mit trinken und lustig sein, weil du es solange übertrieben hast, bis nichts mehr ging.
egal was bei der neuen diagnostik heraus kommt, sie wird mir ein stück weit freiheit geben. entweder es bleibt mir danach garnichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass ich abhängig war und auch heute noch abhängige muster aufweise, womit dann absolut klar ist, daß ich mit der befleckung, dem makel suchtkrank zu sein leben muß oder aber auch es kommt heraus, daß ich abhängig war und heute keinerlei abhängige muster mehr aufweise, womit klar ist was ich dann zu tun habe, ab in den tempel und das dankopfer erbringen, weil er mich dann gereinigt hat, freigesetzt und wieder hergestellt, geheilt für alle zeiten, vollständig geheilt, halleluja oder aber es stellt sich heraus, dass ich zu keinem zeitpunkt suchtkrank war, dass ich vielen menschen und mir etwas vorgemacht habe, dass ich eine rolle angenommen hatte, die mir nützlich war und dann weiß ich auch was ich zu tun habe auch wenn das nicht einfach werden wird.
mein persönlicher wunsch ist es ein leben in absoluter freiheit zu führen, gelegentlich ob mit oder ohne grund ein paar wenige drinks zu haben, so wie es gestern wieder der fall war, und wenn mir der sinn danach steht monatelang nichts zu trinken, auch gut, weil dann mach ich das, weil ich das will, womit ich meinem herrn dann auch wieder jederzeit für alles die ehre geben kann und nicht das gefühl haben muß, ihn in verschiedenen momenten aufs schwerste zu enttäuschen oder gar ans kreuz zu schlagen.
sorry schon wieder so ein langer eintrag, aber ich wil einfach dass ihr mit einigen wenigen meiner gedanken mit auf dem laufenden seid, damit sich niemand am ende entsetzen braucht, ich hätte nichts jeweils gesagt.
bleibt mir gewogen
berney
Mittwoch, 7. November 2007
... die Sache mit dem "M"
... nachtrag zu meinem kurzen bericht über die tage in ramsdorf
ob das jetzt ein brüller oder gar ein lacher wird hängt wohl im wesentlichen davon ab wie gut du den freak kennst.
geben wir der ganzen sache eine chance (speziell für nicht stuttgarter freaks, nicht jmem-herrnhut und auch sonst keine besonders engen kollegen oder freunde):
wie könnte man das verhältnis des freaks zu fastfood definieren, wenn nicht als eine seiner größten leidenschaften.
was muß man über herrnhut und seine infrastruktur wissen, außer dass es hier außer einem dönerladen und einem liederlichen imbiss nichts nennenswertes gibt, was etwas mit fastfood zu tun hat - der nächste kulurtempel ist in bautzen ca. 40 km entfernt.
die geschichte in aller kürze, ich erspare mir zu peinliche details oder auch nicht mal sehn:
heio besuchte mit mir als anhang unsere schwester melle in ramsdorf. convers, so heißt der laden hat sich einen sagen wir mal sehr gesunden lebensstiel auf die fahnen geschrieben, was sich auch etwas in der fast fleischlosen ernährung wieder spiegelt. heio war ebenso wie ich auch vom selbstgebackenen brot und dem sehr guten essen begeistert - er aus überzeugung, ich allerdings aus etwas weniger überzeugung.
es war jetzt nun so, dass melle aufgrund einer spende in die lage versetzt wurde sich einen wintermantel und schuhe kaufen zu wollen, weswegen wir in die große stadt, nach borna pilgerten um einen entsprechenden konsumtempel auf zu suchen. auf der fahrt dort hin viel mir gewohnheitsgemäß ein anderer kulturtempel mit zwei goldenen bögen, die ein m beschreiben auf. mir lief augenblicklich das wasser im mund zusammen, aber ich gab der ganzen sache, meiner begleiter wegen keine große chance und fing an leise vor mich hin zu schmachten.
als wir nun beim konsumtempel ankamen stellten wir fest, dass sich melle ohne unseren beistand dem konsumterror aussetzen will, heio beschloss zu lesen und ich fing an meine umwelt auf dem parkplatz zu erforschen, da ich wirklich schon wieder hungrig war. da fiel es mir auf, der kulturtempel garnicht mal so weit weg, zwar trennte uns eine stark befahrene strasse, aber das hätte freak irgendwie hinbekommen können. meine augen strahlten, der geifer lief mir in den bart und ich fand schließlich den mut heio zu fragen, ob es da denn irgendwie eine chance gäbe, was zu machen, da doch melle eh im kaufrausch ist und wir hier eh nur unnütz rumstehen, einen kleinen abstecher zu machen. das ergebnis dieser bemühungen brauche ich hier im detail nicht zu beschreiben, denn jeder der heio kennt weiß, dass sich dieser freak niemals zu solch einem handeln überreden lässt, nein hierfür müsste er einen riesigen haufen seiner überzeugungen über bord werfen und das ist bei ihm einfach nicht drin - leider.
dennoch verhielt sich heio fair. er klappte den sonnensichtschutz auf der beifahrerseite des polos runter damit ich von diesem herrlichen goldenen m nicht mehr versucht werde. er ermutigte mich doch stark zu bleiben und dieser versuchung satans zu widerstehen und er versuchte mich ab zu lenken indem er mir anbot eine predigt zu lesen, die er noch dabei hatte. was sollte freak tun, als diesem plan zu zu stimmen. also gab mir heio auch noch seine bibel, damit ich die entsprechende bibelstelle zur predigt auch noch gegenwärtig hatte.
die predigt war vom cvjm-mitarbeitertag esslingen, an sich recht gut, auch unterhaltsam und bestimmt sehr lehrreich, vor allem als ich die bibelstelle dazu laß jesaja 58,1-14 in der lutherübersetzung: überschrift vom falschen und echten fasten.
es ist vollkommen unnötig zu erwähnen, daß heio fast ins lenkrad biß, als ich ihm leicht verärgert die bibel rüber reichte. er behaupted auch heute noch, daß ihm dieser sachverhalt näher nicht bekannt war, aber dennoch muß ich sagen hut ab mein lieber heio, dieser doch recht miese freakwitz ist dir mit bravur gelungen.
in diesem sinne
berney
ob das jetzt ein brüller oder gar ein lacher wird hängt wohl im wesentlichen davon ab wie gut du den freak kennst.
geben wir der ganzen sache eine chance (speziell für nicht stuttgarter freaks, nicht jmem-herrnhut und auch sonst keine besonders engen kollegen oder freunde):
wie könnte man das verhältnis des freaks zu fastfood definieren, wenn nicht als eine seiner größten leidenschaften.
was muß man über herrnhut und seine infrastruktur wissen, außer dass es hier außer einem dönerladen und einem liederlichen imbiss nichts nennenswertes gibt, was etwas mit fastfood zu tun hat - der nächste kulurtempel ist in bautzen ca. 40 km entfernt.
die geschichte in aller kürze, ich erspare mir zu peinliche details oder auch nicht mal sehn:
heio besuchte mit mir als anhang unsere schwester melle in ramsdorf. convers, so heißt der laden hat sich einen sagen wir mal sehr gesunden lebensstiel auf die fahnen geschrieben, was sich auch etwas in der fast fleischlosen ernährung wieder spiegelt. heio war ebenso wie ich auch vom selbstgebackenen brot und dem sehr guten essen begeistert - er aus überzeugung, ich allerdings aus etwas weniger überzeugung.
es war jetzt nun so, dass melle aufgrund einer spende in die lage versetzt wurde sich einen wintermantel und schuhe kaufen zu wollen, weswegen wir in die große stadt, nach borna pilgerten um einen entsprechenden konsumtempel auf zu suchen. auf der fahrt dort hin viel mir gewohnheitsgemäß ein anderer kulturtempel mit zwei goldenen bögen, die ein m beschreiben auf. mir lief augenblicklich das wasser im mund zusammen, aber ich gab der ganzen sache, meiner begleiter wegen keine große chance und fing an leise vor mich hin zu schmachten.
als wir nun beim konsumtempel ankamen stellten wir fest, dass sich melle ohne unseren beistand dem konsumterror aussetzen will, heio beschloss zu lesen und ich fing an meine umwelt auf dem parkplatz zu erforschen, da ich wirklich schon wieder hungrig war. da fiel es mir auf, der kulturtempel garnicht mal so weit weg, zwar trennte uns eine stark befahrene strasse, aber das hätte freak irgendwie hinbekommen können. meine augen strahlten, der geifer lief mir in den bart und ich fand schließlich den mut heio zu fragen, ob es da denn irgendwie eine chance gäbe, was zu machen, da doch melle eh im kaufrausch ist und wir hier eh nur unnütz rumstehen, einen kleinen abstecher zu machen. das ergebnis dieser bemühungen brauche ich hier im detail nicht zu beschreiben, denn jeder der heio kennt weiß, dass sich dieser freak niemals zu solch einem handeln überreden lässt, nein hierfür müsste er einen riesigen haufen seiner überzeugungen über bord werfen und das ist bei ihm einfach nicht drin - leider.
dennoch verhielt sich heio fair. er klappte den sonnensichtschutz auf der beifahrerseite des polos runter damit ich von diesem herrlichen goldenen m nicht mehr versucht werde. er ermutigte mich doch stark zu bleiben und dieser versuchung satans zu widerstehen und er versuchte mich ab zu lenken indem er mir anbot eine predigt zu lesen, die er noch dabei hatte. was sollte freak tun, als diesem plan zu zu stimmen. also gab mir heio auch noch seine bibel, damit ich die entsprechende bibelstelle zur predigt auch noch gegenwärtig hatte.
die predigt war vom cvjm-mitarbeitertag esslingen, an sich recht gut, auch unterhaltsam und bestimmt sehr lehrreich, vor allem als ich die bibelstelle dazu laß jesaja 58,1-14 in der lutherübersetzung: überschrift vom falschen und echten fasten.
es ist vollkommen unnötig zu erwähnen, daß heio fast ins lenkrad biß, als ich ihm leicht verärgert die bibel rüber reichte. er behaupted auch heute noch, daß ihm dieser sachverhalt näher nicht bekannt war, aber dennoch muß ich sagen hut ab mein lieber heio, dieser doch recht miese freakwitz ist dir mit bravur gelungen.
in diesem sinne
berney
Freitag, 2. November 2007
Liturgie vs. Letargie
... oder ein freak versucht sich als post moderner mönch
es war wirklich eine großartige zeit, voller ruhe, frieden, besinnlichkeit und einkehr in das freakische innere. gute gespräche, geregelter tagesablauf und spürbare liebe zu gott und den menschen zeichneten diese tage für mich sehr aus.
mein persönlicher dank gilt hier den stuttgarter freaks, die mich zu keinem zeitpunkt haben hängen lassen, vor allem möchte ich hier heios persönlichen einsatz erwähnen. ich befand mich an einem punkt von dem aus ich eigentlich nicht mehr wirklich weiter kommen konnte und er verwendete sich selbst um mich von dort weg zu führen, hierfür ganz herzlichen dank.
was genau in dem gespräch mit leitern des werkes, in dem ich tätig bin gesprochen wurde weiß ich nicht und es ist mir streng genau genommen auch egal. Letztendlich kommt es darauf auch garnicht an, weil es viel wichtiger ist was die zeit in ramsdorf mit mir gemacht hat, die vielen gespräche, die erkenntnisse und veränderungen in meiner betrachtungsweise.
worin besteht nun mein gewinn, was ist es was ich meiner lesergemeinschaft mitteilen möchte, sicherlich verschiedenes, was mindestens genauso verwirrt und unkoordiniert sein wird, wie ich gerade selber bin:
1. nach einem kurzen studium der hl. regel des benedikt von nursia, bin ich mit den in herrnhut abverlangten anpassungen sehr zufrieden, auch wenn ich sagen muß, daß es mir in ramsdorf leichter viel an sich striktere regeln einzuhalten als in herrnhut, was unter umständen an der art der gemeinschaft liegen kann oder aber auch daran, dass ich der meinung bin, dass regeln in ramsdorf allgemeinbindend sind und von jedem mitglied der gemeinschaft umfassend befolgt werden.
2. habe ich realisiert, dass es dem freak überhaupt nicht gut damit geht, wenn er zu großen interpretationsfreiraum oder zu lasche äußere bedingungen hat. gemeinschaft funktioniert eben dann besser, wenn es eine strikte ordnung gibt, die auch durchgesetzt wird, was in ramsdorf wie ich meine verstanden zu haben in einer äußerst liebevollen und respektvollen art und weise gemacht wird. die ordnung als hüterin des zusammenlebens in der gemeinschaft, großartig und revolutionär, einfach erstaunlich und das alles in einer zeit, die von individualismus und eigensinn geprägt ist, in der disziplinlosigkeit zur maxime erkohren ist.
3. ist mir die wichtigkeit, der achtung des anderen in seinem ganzen wesen aufgefallen, wobei es aber absolut wichtig ist, sich nicht hinter falscher demut zu verstecken, sondern stets man selbst zu sein. hierzu gehört aber ganz eindeutig auch grenzen zu setzen und diese auch absolut einzuhalten. sich nicht in falsch verstandener weise aufgaben zuschustern oder auch verantwortung aufs auge drücken lassen, die einem garnicht zukommt, weil es der kompetenz und entscheidungsrahmen eines anderen ist. es geht darum alle aufgaben, die einen wirklich betreffen mit größtmöglicher hingabe und einsatzbereitschaft, bestmöglich, stets zum wohle der gemeinschaft zu lösen und alles andere tunlichst von sich fern zu halten, weil es erstens nur zu kräfteverschleis verursacht und zweitens nicht dem wohle der gemeinschaft dient.
ich könnte hier noch diverse andere punkte bis zum erbrechen ausbreiten, aber es soll damit genüge sein. für mich selbst habe ich festgestellt, dass es höchste zeit ist einiges an meinem verhältnis zu meinem dienst, meinem gebetsleben und meines selbstverständnisses zu ändern. zu aller erst muß ich mich selbst wieder finden, am besten in gott und nicht in meinem dienen, nicht im unterschwelligen trachten nach anerkennung und position sondern in wahrer demut unter meinem schöpfer.
ein wort zu meinem gesundheitszustand:
es entspricht zwar der tatsache, daß ich seit monaten sehr an permanenter müdigkeit, starken gefühlsschwankungen und durchaus nachlassender leistungsbereitschaft leide, aber es geht mir den umständen entsprechend gut, womit kein grund zu übergroßer sorge besteht. vielmehr ist es so, daß ich jederzeit bereit bin mich den einzelnen kämpfen zu stellen, leider mit durchaus durchwachsenen ergebnissen. an meinen "rückfall" ende august, so es überhaupt einer wahr, werde ich derzeit durch häufiger auftretende lustgefühle erinnert, was aber nicht mit dem sogenannten saufdruck verwechselt werden darf, weil dieser führt zu massiv auftretenden körperlichen erscheinungen, was bei mir absolut nicht der fall ist. so ist es also derzeit.
es sind äußere einflüsse, die auf mich einen viel zu großen einfluss auslösen und somit einen stellenwert einnehmen, der ihnen nicht zukommt. diese frustrationen muß ich in den griff bekommen, faktoren, die mich verunsichern und lähmen, die mich vom wesentlichen ablenken.
ach ich weiß auch nicht, wie ich diesem post noch einen versöhnlichen abschluss anhängen soll, ist irgendwie entartet, sehr kompliziert, irgendwie nicht wirklich verständlich, was soll ich sagen entspricht halt meinem derzeitigen geisteszustand.
hab euch lieb
berney
es war wirklich eine großartige zeit, voller ruhe, frieden, besinnlichkeit und einkehr in das freakische innere. gute gespräche, geregelter tagesablauf und spürbare liebe zu gott und den menschen zeichneten diese tage für mich sehr aus.
mein persönlicher dank gilt hier den stuttgarter freaks, die mich zu keinem zeitpunkt haben hängen lassen, vor allem möchte ich hier heios persönlichen einsatz erwähnen. ich befand mich an einem punkt von dem aus ich eigentlich nicht mehr wirklich weiter kommen konnte und er verwendete sich selbst um mich von dort weg zu führen, hierfür ganz herzlichen dank.
was genau in dem gespräch mit leitern des werkes, in dem ich tätig bin gesprochen wurde weiß ich nicht und es ist mir streng genau genommen auch egal. Letztendlich kommt es darauf auch garnicht an, weil es viel wichtiger ist was die zeit in ramsdorf mit mir gemacht hat, die vielen gespräche, die erkenntnisse und veränderungen in meiner betrachtungsweise.
worin besteht nun mein gewinn, was ist es was ich meiner lesergemeinschaft mitteilen möchte, sicherlich verschiedenes, was mindestens genauso verwirrt und unkoordiniert sein wird, wie ich gerade selber bin:
1. nach einem kurzen studium der hl. regel des benedikt von nursia, bin ich mit den in herrnhut abverlangten anpassungen sehr zufrieden, auch wenn ich sagen muß, daß es mir in ramsdorf leichter viel an sich striktere regeln einzuhalten als in herrnhut, was unter umständen an der art der gemeinschaft liegen kann oder aber auch daran, dass ich der meinung bin, dass regeln in ramsdorf allgemeinbindend sind und von jedem mitglied der gemeinschaft umfassend befolgt werden.
2. habe ich realisiert, dass es dem freak überhaupt nicht gut damit geht, wenn er zu großen interpretationsfreiraum oder zu lasche äußere bedingungen hat. gemeinschaft funktioniert eben dann besser, wenn es eine strikte ordnung gibt, die auch durchgesetzt wird, was in ramsdorf wie ich meine verstanden zu haben in einer äußerst liebevollen und respektvollen art und weise gemacht wird. die ordnung als hüterin des zusammenlebens in der gemeinschaft, großartig und revolutionär, einfach erstaunlich und das alles in einer zeit, die von individualismus und eigensinn geprägt ist, in der disziplinlosigkeit zur maxime erkohren ist.
3. ist mir die wichtigkeit, der achtung des anderen in seinem ganzen wesen aufgefallen, wobei es aber absolut wichtig ist, sich nicht hinter falscher demut zu verstecken, sondern stets man selbst zu sein. hierzu gehört aber ganz eindeutig auch grenzen zu setzen und diese auch absolut einzuhalten. sich nicht in falsch verstandener weise aufgaben zuschustern oder auch verantwortung aufs auge drücken lassen, die einem garnicht zukommt, weil es der kompetenz und entscheidungsrahmen eines anderen ist. es geht darum alle aufgaben, die einen wirklich betreffen mit größtmöglicher hingabe und einsatzbereitschaft, bestmöglich, stets zum wohle der gemeinschaft zu lösen und alles andere tunlichst von sich fern zu halten, weil es erstens nur zu kräfteverschleis verursacht und zweitens nicht dem wohle der gemeinschaft dient.
ich könnte hier noch diverse andere punkte bis zum erbrechen ausbreiten, aber es soll damit genüge sein. für mich selbst habe ich festgestellt, dass es höchste zeit ist einiges an meinem verhältnis zu meinem dienst, meinem gebetsleben und meines selbstverständnisses zu ändern. zu aller erst muß ich mich selbst wieder finden, am besten in gott und nicht in meinem dienen, nicht im unterschwelligen trachten nach anerkennung und position sondern in wahrer demut unter meinem schöpfer.
ein wort zu meinem gesundheitszustand:
es entspricht zwar der tatsache, daß ich seit monaten sehr an permanenter müdigkeit, starken gefühlsschwankungen und durchaus nachlassender leistungsbereitschaft leide, aber es geht mir den umständen entsprechend gut, womit kein grund zu übergroßer sorge besteht. vielmehr ist es so, daß ich jederzeit bereit bin mich den einzelnen kämpfen zu stellen, leider mit durchaus durchwachsenen ergebnissen. an meinen "rückfall" ende august, so es überhaupt einer wahr, werde ich derzeit durch häufiger auftretende lustgefühle erinnert, was aber nicht mit dem sogenannten saufdruck verwechselt werden darf, weil dieser führt zu massiv auftretenden körperlichen erscheinungen, was bei mir absolut nicht der fall ist. so ist es also derzeit.
es sind äußere einflüsse, die auf mich einen viel zu großen einfluss auslösen und somit einen stellenwert einnehmen, der ihnen nicht zukommt. diese frustrationen muß ich in den griff bekommen, faktoren, die mich verunsichern und lähmen, die mich vom wesentlichen ablenken.
ach ich weiß auch nicht, wie ich diesem post noch einen versöhnlichen abschluss anhängen soll, ist irgendwie entartet, sehr kompliziert, irgendwie nicht wirklich verständlich, was soll ich sagen entspricht halt meinem derzeitigen geisteszustand.
hab euch lieb
berney
Donnerstag, 25. Oktober 2007
... einmal werden wir noch wach ...
... dann ist besuchstag - hajo kommt - juhu ...
... und noch viel besser, dann hab ich endlich mal ne woche frei
bin gespannt wie flitzebogen, was hajo an neuen informationen aus stuttgart mitbringt. freue mich irrsinnig auf die vielen persönlichen nachrichten aus der gemeinde, auch auf das brennholz.
hajo möchte sich mit der leitung besprechen, bin echt neugierig worüber und was letztendlich dabei rauskommt.
freue mich melle in ramsdorf zu besuchen, ruhe zu erleben, besinnlichkeit und darauf, dass mein akku wieder vom chef aufgeladen werden kann.
ich empfinde bereits beim gedanken an diese paar tage so etwas wie erleichterung, aber auch unendliche anspannung, hinsichtlich der vorbereitungen.
mein schreibtisch war seit wochen nicht mehr so leer wie er gerade ist. der jahresabschluss 2005 ist nun endlich auch so weit, dass ich gerade nicht mehr daran machen kann, das tagesgeschäft ist soweit ich es abschätzen kann auf dem laufenden, sonderfälle mal ausgenommen, aber denen rennt man ja immer hinterher.
generell gilt: ich bin im urlaub egal was passiert. ok wenn ich zurück bin, werden andere menschen in meinem büro sitzen, mein team wird sich bedauerlicher weise verkleinert haben, aber das leben geht weiter, egal was passiert.
melde mich sobald ich aus ramsdorf zurück bin wieder
bleibt mir gewogen
betet für mich
denkt an mich
freut euch mit mir, über meine freiheit
seid gesegnet
berney
... und noch viel besser, dann hab ich endlich mal ne woche frei
bin gespannt wie flitzebogen, was hajo an neuen informationen aus stuttgart mitbringt. freue mich irrsinnig auf die vielen persönlichen nachrichten aus der gemeinde, auch auf das brennholz.
hajo möchte sich mit der leitung besprechen, bin echt neugierig worüber und was letztendlich dabei rauskommt.
freue mich melle in ramsdorf zu besuchen, ruhe zu erleben, besinnlichkeit und darauf, dass mein akku wieder vom chef aufgeladen werden kann.
ich empfinde bereits beim gedanken an diese paar tage so etwas wie erleichterung, aber auch unendliche anspannung, hinsichtlich der vorbereitungen.
mein schreibtisch war seit wochen nicht mehr so leer wie er gerade ist. der jahresabschluss 2005 ist nun endlich auch so weit, dass ich gerade nicht mehr daran machen kann, das tagesgeschäft ist soweit ich es abschätzen kann auf dem laufenden, sonderfälle mal ausgenommen, aber denen rennt man ja immer hinterher.
generell gilt: ich bin im urlaub egal was passiert. ok wenn ich zurück bin, werden andere menschen in meinem büro sitzen, mein team wird sich bedauerlicher weise verkleinert haben, aber das leben geht weiter, egal was passiert.
melde mich sobald ich aus ramsdorf zurück bin wieder
bleibt mir gewogen
betet für mich
denkt an mich
freut euch mit mir, über meine freiheit
seid gesegnet
berney
Donnerstag, 18. Oktober 2007
... Auch wenn´s keinen interessiert
... schreib ich mal wieder in dieser selbstkritischen rubrik einen neuen eintrag
es gibt da eine frage die mich quält und mir keine ruhe mehr lässt:
"habe ich mir die ganze zeit nur etwas vorgemacht?"
ja ich weiß es gibt immer wieder zeiten in denen man sich fragt, ob man wirklich gottes stimme gehört hat, ob man den anforderungen des lebens gewachsen ist, ob man geliebt ist, ob man schön genug ist, woher das nächste geld kommt oder ähnliches, aber damit hat diese frage bei mir garnicht viel zu tun.
ich hatte ende august einen stärkeren rückfall bezüglich alkohol gehabt, damit einhergehend habe ich eine periode der schwäche durchlebt und immer wieder kleinere rückfälle erlebt, die alle samt und sonders auf persönliche willensschwäche zurück zu führen sind. d.h. im klartext, ich wollte diese kleineren rückfälle zu keinem zeitpunkt ernsthaft verhindern, wahrscheinlich weil es mir gefiel schwach und willenlos zu sein. das dachte ich zumindest recht lange, bis mir am dienstag die augen ziemlich brutal geöffnet worden sind.
meine suchtkarriere endete eigentlich bereits 1999 mit einem für mich damals sehr harten urteil, wegen einer körperverletzungsgeschichte. ich hatte in diesem besonderen fall irgendwie das gefühl, dass ich diesmal nicht einfach so davon kommen werde und hatte mir eine selbsthilfegruppe für alkoholiker gesucht, weil ich irgendetwas dem gericht als zeichen dafür, dass ich gewillt bin mein leben zu ändern präsentieren wollte, damit ich eventuell doch noch mal mit einem blauen auge davon komme. dem war trotz all meiner bemühungen nicht so, weil ich vom richter durchschaut wurde, der mir dann mit dem urteil doch noch sehr geholfen hat. ich wurde zu einer haftstrafe verurteilt, das war für mich erschreckend, die dann aber doch noch zur bewährung ausgesetzt wurde, das war für mich sehr erleichternd, allerdings verbunden mit diversen auflagen, und genau darin bestand die hilfe des richters für mich.
es spielte also überhaupt keine rolle mehr aus welcher motivation ich damals nach hilfe wegen meines schwachen charackters und meinen suffeskapaden suchte, denn ich durfte, wenn ich nicht in den knast wollte 3 jahrelang regelmäßig zu den gruppenabenden erscheinen und auch recht häufig eine bescheinigung des gruppenleiters ans gericht schicken.
alles schön und gut, warum wärme ich diesen alten kaffee hier auf und was hat das mit der eingehenden frage zu tun. die antwort liegt eigentlich auf der hand, ich fing die ganze sache mit einer äußerst fraglichen motivation an und die frage ob ich denn nun wirklich ein alkoholiker bin oder nicht, habe ich zu meinen gunsten mit ja beantwortet, weil alkoholismus ist eben nunmal keine charackterschwäche sondern eine suchtkrankheit und damit konnte ich mit meinem ego besser zurecht kommen. tatsächlich war es für mich unerheblich ob ich stets nur massiven alkoholmißbrauch betrieben habe oder ob ich süchtig war. eine therapie, zumindest im sinne einer langzeitbehandlung habe ich nie gemacht.
probleme traten eigentlich erst später auf, als ich immer mehr sicherheit in meinem "neuen" leben als trockener gewann. ich wollte plötzlich von meiner entscheidung nicht mehr trinken zu wollen nichts mehr wissen, hatte mir aber ein image als trockener schluckspecht aufgebaut, was weiter nicht schwierig war, weil es zahlreiche menschen gibt, die von ausschreitungen meiner person im suff berichten können. daher entwickelte ich so etwas wie einen urlaub von der trockenheit und habe dann auf diese weise diverse rückfälle in der lernphase gebaut, die dankenswerterweise ohne größere konsequenzen verliefen und nie länger als wenige tage dauerten. 2001 verlor ich dieses model außer kontrolle. ich musste beruflich bedingt recht viel fliegen und das bereitete mir bezüglich der starts und landungen doch größere probleme, die ich mit relativ geringen mengen alkohols bewältigen konnte. hierdurch war aber mein schutzwall, hallo leute ich bin trocken, eingefallen und ich konnte nicht mehr so einfach wie davor mich von für mich gefährlichen situationen retten. das ergebnis war fürchterlich, ich erlitt eine schwächepreriode, die 6 wochen dauern sollte, mit verschieden starken besäufnissen, wovon mich eines meines eigenen empfindens nach fast umgebracht hätte. ok da war außer alkohol auch gras und chemie im spiel aber dennoch das war wirklich heftig.
ich war in dieser zeit kein christ und bis zu meiner rückbekehrung sollten auch noch nach diesem ereignis weitere jahre vergehen, dennoch hatte ich wohl unter starken krämpfen soetwas wie ein gebet formuliert. "gott rette mich, ich will so nicht verrecken", hab ich wohl geschrien und sowas wie "wenn ich das überlebe, will ich dir dienen, hilf mir".
was auch immer in dieser nacht statt gefunden hat, es führte dazu daß ich zum betriebshelfer ging, mir einen termin beim internisten besorgt habe und dann mit viel glück ein 3 wöchiges psychologisches kurzzeitprogram mit suchtthematik gefunden habe, was ich dann auch ende 2001 absolvierte, wobei ich da bereits wieder seit wochen trocken war.
nach dieser zeit lebte ich eigentlich sehr glücklich ohne alkohol, ging keine idiotischen kompromisse ein und war mir eigentlich sicher, dass ich alkoholiker bin. das war für mich selbst der beste schutzmechanismus, den ich haben konnte. niemand stellte meine suchtkrankheit mehr in frage, meine umwelt war eigentlich stolz auf mich, weil ich mich so positiv entwickelte und keiner mehr angst vor mir haben musste und überhaupt ist das ja in unserer gesellschaft eigentlich gar kein problem, wenn man ein problem hat und das dann auch in den griff bekommt.
doch was ist dann auf einmal passiert? warum klappt das nicht mehr? fast sieben jahre, eine ewig lange zeit gab es mit diesem model doch garkeine probleme. da waren sehr gute tage dabei und ebenso fürchterlich schlechte, irgendwann zwischen drin wurde ich sogar wieder christ, also noch ein sehr guter grund warum es eigentlich umso besser klappen sollte und später sogar noch missionarischer angestellter.
zur zeit ist der wunsch zu trinken gering bis garnicht vorhanden, meine willenskraft, wenn mir jemand was vorsetzt, bzw. auf mich einredet doch was zu trinken, erbärmlich schwach. ich schlickere mich so durch, ohne jede klare linie und das führt zu eingehender frage. was früher für mich keiner diskussion bedarf, ob ich alkoholiker bin oder ein mißbräuchler, stellt sich mir jetzt in den weg, mit einer ganzen reihe von absurden überlegungen.
wenn ich mal davon absehe, daß alkohol am zentrum verboten ist und im beisein von studenten vermieden werden muß, könnte ich mich ja an geeignetem ort von zeit zu zeit mit dem einen oder anderen trink belohnen, wenn ich lediglich massiven alkoholmißbrauch betrieben habe, weil immer hin in der schwächeperiode, die hinter mir liegt war ich lediglich einmal wirklich betrunken, ansonsten trank ich ja nur geringe mengen alkohols, also das dürfte dann alles kein problem sein und mein charackter hat sich ja auch verbessert, ich bin längst nicht mehr so gewaltbereit und überhaupt lass ich mich nicht mehr so leicht provozieren.
diese gedanken zerfeuern alles was ich mir an selbstschutz erarbeitet habe. es gibt keine möglichkeit medizinisch fest zu stellen, ob ich jeweils abhängig war oder nicht. grundsätzlich stünde ich nicht vor dem problem öfters versucht zu werden, wenn ich selbst mich nicht aus meiner festung heraus begeben hätte und angefangen hätte mit dem alten suchtmittel rumzuzocken. eigentlich muß ich die frage ja auch garnicht beantwortet bekommen, denn es ist eine entscheidung, entweder fürs eine und dabei auf nummer sicher zu gehen oder fürs andere und dabei eventuell schiffbruch zu erleiden.
als ich in der selbsthilfegruppe von meinen zweifeln geredet habe, bekam ich ziemlich eine drüber gezogen. klar versuchte ich darzustellen, daß das mit den entzugserscheinungen bei mir nie so der ganz große hammer war, dass ich jedesmal ohne medikamente den alkohol habe absetzen können, dass selbst 2001 lediglich eine fettleber athestiert werden konnte und ja die blutwerte waren nicht sehr gering, aber bereits nach der ersten woche des 3 wochenprogramms wieder auf normal, heute müssten sie fast jungfräulich sein, also eine medizinische indikation für weitere maßnahmen kann nicht gestellt werden.
"du machst dir doch nur was vor!", ja wahrscheinlich hab ich mir all die jahre nur etwas vorgemacht, nämlich was für ein toller kerl ich bin, wegen meiner gefährdeten umwelt das saufen zu lassen. ja ich hab mir bestimmt etwas vorgemacht, wenn ich nicht getrunken habe und mir gesagt habe, dass mir das besser gefällt, wie wenn ich von zeit zu zeit mit freunden hätte einen trinken können. ja bestimmt habe ich mir etwas vorgemacht, denn es war angst vor strafe, die mich zur selbsthilfegruppe trieb, die ich wahrscheinlich jahrelang ausgenutzt habe, ohne das in schlechter absicht zu tun.
wenn ich mir aber in diesem sehr großen bereich meines lebens die ganze zeit nur etwas vorgemacht habe was ist dann mit all den anderen entscheidungen und motiven, die mein leben in den letzten jahren sehr verändert haben. wie kann oder soll ich dann denn bitte weiter machen? was ist überhaupt noch richtig und wie soll ich jetzt reagieren? wie bekomme ich wieder frieden und sicherheit in mein dasein?
die antworten auf all diese fragen sind einfach, zumindest dem verstand nach und in der theorie. jedes froki würde jetzt augenblicklich den standardsalmon einstimmen "jesus, gebet, freisetzung" und damit wahrscheinlich noch nicht einmal soweit daneben liegen, jedoch sieht die praxis zumindest bei mir doch noch etwas anders aus.
ich kämpfe mit mir selbst, meinen ansichten und meinungen, dem was ich gelernt habe, dem was ich habe, dem was ich haben will. hoffentlich ist diese schreckliche zeit der prüfung bald vorbei, hoffentlich ist es eine prüfung und nichts anderes. warum kann ich mich diesem kampf nicht einfach durch flucht entziehen. egal bin eigentlich auch etwas gespannt wie die ganze sache weiter geht.
so der eintrag war wieder viel zu lang, also ein guter grund ihn garnicht erst zu lesen, bei denen die es trotzdem geschafft haben bedanke ich mich artig.
seid gesegnet
berney
es gibt da eine frage die mich quält und mir keine ruhe mehr lässt:
"habe ich mir die ganze zeit nur etwas vorgemacht?"
ja ich weiß es gibt immer wieder zeiten in denen man sich fragt, ob man wirklich gottes stimme gehört hat, ob man den anforderungen des lebens gewachsen ist, ob man geliebt ist, ob man schön genug ist, woher das nächste geld kommt oder ähnliches, aber damit hat diese frage bei mir garnicht viel zu tun.
ich hatte ende august einen stärkeren rückfall bezüglich alkohol gehabt, damit einhergehend habe ich eine periode der schwäche durchlebt und immer wieder kleinere rückfälle erlebt, die alle samt und sonders auf persönliche willensschwäche zurück zu führen sind. d.h. im klartext, ich wollte diese kleineren rückfälle zu keinem zeitpunkt ernsthaft verhindern, wahrscheinlich weil es mir gefiel schwach und willenlos zu sein. das dachte ich zumindest recht lange, bis mir am dienstag die augen ziemlich brutal geöffnet worden sind.
meine suchtkarriere endete eigentlich bereits 1999 mit einem für mich damals sehr harten urteil, wegen einer körperverletzungsgeschichte. ich hatte in diesem besonderen fall irgendwie das gefühl, dass ich diesmal nicht einfach so davon kommen werde und hatte mir eine selbsthilfegruppe für alkoholiker gesucht, weil ich irgendetwas dem gericht als zeichen dafür, dass ich gewillt bin mein leben zu ändern präsentieren wollte, damit ich eventuell doch noch mal mit einem blauen auge davon komme. dem war trotz all meiner bemühungen nicht so, weil ich vom richter durchschaut wurde, der mir dann mit dem urteil doch noch sehr geholfen hat. ich wurde zu einer haftstrafe verurteilt, das war für mich erschreckend, die dann aber doch noch zur bewährung ausgesetzt wurde, das war für mich sehr erleichternd, allerdings verbunden mit diversen auflagen, und genau darin bestand die hilfe des richters für mich.
es spielte also überhaupt keine rolle mehr aus welcher motivation ich damals nach hilfe wegen meines schwachen charackters und meinen suffeskapaden suchte, denn ich durfte, wenn ich nicht in den knast wollte 3 jahrelang regelmäßig zu den gruppenabenden erscheinen und auch recht häufig eine bescheinigung des gruppenleiters ans gericht schicken.
alles schön und gut, warum wärme ich diesen alten kaffee hier auf und was hat das mit der eingehenden frage zu tun. die antwort liegt eigentlich auf der hand, ich fing die ganze sache mit einer äußerst fraglichen motivation an und die frage ob ich denn nun wirklich ein alkoholiker bin oder nicht, habe ich zu meinen gunsten mit ja beantwortet, weil alkoholismus ist eben nunmal keine charackterschwäche sondern eine suchtkrankheit und damit konnte ich mit meinem ego besser zurecht kommen. tatsächlich war es für mich unerheblich ob ich stets nur massiven alkoholmißbrauch betrieben habe oder ob ich süchtig war. eine therapie, zumindest im sinne einer langzeitbehandlung habe ich nie gemacht.
probleme traten eigentlich erst später auf, als ich immer mehr sicherheit in meinem "neuen" leben als trockener gewann. ich wollte plötzlich von meiner entscheidung nicht mehr trinken zu wollen nichts mehr wissen, hatte mir aber ein image als trockener schluckspecht aufgebaut, was weiter nicht schwierig war, weil es zahlreiche menschen gibt, die von ausschreitungen meiner person im suff berichten können. daher entwickelte ich so etwas wie einen urlaub von der trockenheit und habe dann auf diese weise diverse rückfälle in der lernphase gebaut, die dankenswerterweise ohne größere konsequenzen verliefen und nie länger als wenige tage dauerten. 2001 verlor ich dieses model außer kontrolle. ich musste beruflich bedingt recht viel fliegen und das bereitete mir bezüglich der starts und landungen doch größere probleme, die ich mit relativ geringen mengen alkohols bewältigen konnte. hierdurch war aber mein schutzwall, hallo leute ich bin trocken, eingefallen und ich konnte nicht mehr so einfach wie davor mich von für mich gefährlichen situationen retten. das ergebnis war fürchterlich, ich erlitt eine schwächepreriode, die 6 wochen dauern sollte, mit verschieden starken besäufnissen, wovon mich eines meines eigenen empfindens nach fast umgebracht hätte. ok da war außer alkohol auch gras und chemie im spiel aber dennoch das war wirklich heftig.
ich war in dieser zeit kein christ und bis zu meiner rückbekehrung sollten auch noch nach diesem ereignis weitere jahre vergehen, dennoch hatte ich wohl unter starken krämpfen soetwas wie ein gebet formuliert. "gott rette mich, ich will so nicht verrecken", hab ich wohl geschrien und sowas wie "wenn ich das überlebe, will ich dir dienen, hilf mir".
was auch immer in dieser nacht statt gefunden hat, es führte dazu daß ich zum betriebshelfer ging, mir einen termin beim internisten besorgt habe und dann mit viel glück ein 3 wöchiges psychologisches kurzzeitprogram mit suchtthematik gefunden habe, was ich dann auch ende 2001 absolvierte, wobei ich da bereits wieder seit wochen trocken war.
nach dieser zeit lebte ich eigentlich sehr glücklich ohne alkohol, ging keine idiotischen kompromisse ein und war mir eigentlich sicher, dass ich alkoholiker bin. das war für mich selbst der beste schutzmechanismus, den ich haben konnte. niemand stellte meine suchtkrankheit mehr in frage, meine umwelt war eigentlich stolz auf mich, weil ich mich so positiv entwickelte und keiner mehr angst vor mir haben musste und überhaupt ist das ja in unserer gesellschaft eigentlich gar kein problem, wenn man ein problem hat und das dann auch in den griff bekommt.
doch was ist dann auf einmal passiert? warum klappt das nicht mehr? fast sieben jahre, eine ewig lange zeit gab es mit diesem model doch garkeine probleme. da waren sehr gute tage dabei und ebenso fürchterlich schlechte, irgendwann zwischen drin wurde ich sogar wieder christ, also noch ein sehr guter grund warum es eigentlich umso besser klappen sollte und später sogar noch missionarischer angestellter.
zur zeit ist der wunsch zu trinken gering bis garnicht vorhanden, meine willenskraft, wenn mir jemand was vorsetzt, bzw. auf mich einredet doch was zu trinken, erbärmlich schwach. ich schlickere mich so durch, ohne jede klare linie und das führt zu eingehender frage. was früher für mich keiner diskussion bedarf, ob ich alkoholiker bin oder ein mißbräuchler, stellt sich mir jetzt in den weg, mit einer ganzen reihe von absurden überlegungen.
wenn ich mal davon absehe, daß alkohol am zentrum verboten ist und im beisein von studenten vermieden werden muß, könnte ich mich ja an geeignetem ort von zeit zu zeit mit dem einen oder anderen trink belohnen, wenn ich lediglich massiven alkoholmißbrauch betrieben habe, weil immer hin in der schwächeperiode, die hinter mir liegt war ich lediglich einmal wirklich betrunken, ansonsten trank ich ja nur geringe mengen alkohols, also das dürfte dann alles kein problem sein und mein charackter hat sich ja auch verbessert, ich bin längst nicht mehr so gewaltbereit und überhaupt lass ich mich nicht mehr so leicht provozieren.
diese gedanken zerfeuern alles was ich mir an selbstschutz erarbeitet habe. es gibt keine möglichkeit medizinisch fest zu stellen, ob ich jeweils abhängig war oder nicht. grundsätzlich stünde ich nicht vor dem problem öfters versucht zu werden, wenn ich selbst mich nicht aus meiner festung heraus begeben hätte und angefangen hätte mit dem alten suchtmittel rumzuzocken. eigentlich muß ich die frage ja auch garnicht beantwortet bekommen, denn es ist eine entscheidung, entweder fürs eine und dabei auf nummer sicher zu gehen oder fürs andere und dabei eventuell schiffbruch zu erleiden.
als ich in der selbsthilfegruppe von meinen zweifeln geredet habe, bekam ich ziemlich eine drüber gezogen. klar versuchte ich darzustellen, daß das mit den entzugserscheinungen bei mir nie so der ganz große hammer war, dass ich jedesmal ohne medikamente den alkohol habe absetzen können, dass selbst 2001 lediglich eine fettleber athestiert werden konnte und ja die blutwerte waren nicht sehr gering, aber bereits nach der ersten woche des 3 wochenprogramms wieder auf normal, heute müssten sie fast jungfräulich sein, also eine medizinische indikation für weitere maßnahmen kann nicht gestellt werden.
"du machst dir doch nur was vor!", ja wahrscheinlich hab ich mir all die jahre nur etwas vorgemacht, nämlich was für ein toller kerl ich bin, wegen meiner gefährdeten umwelt das saufen zu lassen. ja ich hab mir bestimmt etwas vorgemacht, wenn ich nicht getrunken habe und mir gesagt habe, dass mir das besser gefällt, wie wenn ich von zeit zu zeit mit freunden hätte einen trinken können. ja bestimmt habe ich mir etwas vorgemacht, denn es war angst vor strafe, die mich zur selbsthilfegruppe trieb, die ich wahrscheinlich jahrelang ausgenutzt habe, ohne das in schlechter absicht zu tun.
wenn ich mir aber in diesem sehr großen bereich meines lebens die ganze zeit nur etwas vorgemacht habe was ist dann mit all den anderen entscheidungen und motiven, die mein leben in den letzten jahren sehr verändert haben. wie kann oder soll ich dann denn bitte weiter machen? was ist überhaupt noch richtig und wie soll ich jetzt reagieren? wie bekomme ich wieder frieden und sicherheit in mein dasein?
die antworten auf all diese fragen sind einfach, zumindest dem verstand nach und in der theorie. jedes froki würde jetzt augenblicklich den standardsalmon einstimmen "jesus, gebet, freisetzung" und damit wahrscheinlich noch nicht einmal soweit daneben liegen, jedoch sieht die praxis zumindest bei mir doch noch etwas anders aus.
ich kämpfe mit mir selbst, meinen ansichten und meinungen, dem was ich gelernt habe, dem was ich habe, dem was ich haben will. hoffentlich ist diese schreckliche zeit der prüfung bald vorbei, hoffentlich ist es eine prüfung und nichts anderes. warum kann ich mich diesem kampf nicht einfach durch flucht entziehen. egal bin eigentlich auch etwas gespannt wie die ganze sache weiter geht.
so der eintrag war wieder viel zu lang, also ein guter grund ihn garnicht erst zu lesen, bei denen die es trotzdem geschafft haben bedanke ich mich artig.
seid gesegnet
berney
Montag, 15. Oktober 2007
... wieder mal nen tag verschenkt ...
... wieder mal nen tag verschenkt
streng genau genommen könnte ich das von jedem tag der vergangenen woche sagen und irgendwie vom heutigen auch, auch wenn ich gerade diese woche ein seminar besuchen darf, das mir eventuell weiter helfen kann.
eigentlich bin ich noch nie so erwartungslos wie dieses mal in eine woche gestartet. vom dart am wochenende kann ich nun wirklich nichts positives berichten, das war ein einsamer krampf ohne erkennbare linie, geprägt von konzentrationsschwäche und fehlwürfen, vor allem wenn es darum ging spiele zu beenden.
der vergangene freitag gehörte dem frust, der donnerstag der ablehnung und des unverständnisses, egal schlechte tage kommen und gehen und ich irgendwann auch entweder aufs feld oder wo anders hin. stellt sich mir halt immer noch die frage nach dem terminplan, vielleicht gibts ja irgendwann auch mal antworten und nicht nur fragen, fakten und nicht nur phrasen, taten statt vieler worte und eventuell kommt ja dann unser herr jesus doch recht bald zurück, was mir persönlich sehr gefallen würde.
ja ich bin gespannt was die woche noch bringt und wers genauer haben will, der darf sich gerne bei mir melden, abends am telefon, will aus verschiedenen gründen hier nicht zu sehr ins detail gehen. mein gesundheitszustand ist stabil, habe die letzten 2 wochen keine nennenswerte probleme mit alkohol gehabt (naja 2cl kirschlikör 17% sind dann doch dazwischen gekommen, aber das bezeichne ich selbst als bagatelle).
was ihr für mich tun könnt? - leute das ist doch keine frage oder? beten, beten, beten, ich kanns nämlich wirklich irgendwie voll brauchen
danke euch allen
hab euch lieb
berney
streng genau genommen könnte ich das von jedem tag der vergangenen woche sagen und irgendwie vom heutigen auch, auch wenn ich gerade diese woche ein seminar besuchen darf, das mir eventuell weiter helfen kann.
eigentlich bin ich noch nie so erwartungslos wie dieses mal in eine woche gestartet. vom dart am wochenende kann ich nun wirklich nichts positives berichten, das war ein einsamer krampf ohne erkennbare linie, geprägt von konzentrationsschwäche und fehlwürfen, vor allem wenn es darum ging spiele zu beenden.
der vergangene freitag gehörte dem frust, der donnerstag der ablehnung und des unverständnisses, egal schlechte tage kommen und gehen und ich irgendwann auch entweder aufs feld oder wo anders hin. stellt sich mir halt immer noch die frage nach dem terminplan, vielleicht gibts ja irgendwann auch mal antworten und nicht nur fragen, fakten und nicht nur phrasen, taten statt vieler worte und eventuell kommt ja dann unser herr jesus doch recht bald zurück, was mir persönlich sehr gefallen würde.
ja ich bin gespannt was die woche noch bringt und wers genauer haben will, der darf sich gerne bei mir melden, abends am telefon, will aus verschiedenen gründen hier nicht zu sehr ins detail gehen. mein gesundheitszustand ist stabil, habe die letzten 2 wochen keine nennenswerte probleme mit alkohol gehabt (naja 2cl kirschlikör 17% sind dann doch dazwischen gekommen, aber das bezeichne ich selbst als bagatelle).
was ihr für mich tun könnt? - leute das ist doch keine frage oder? beten, beten, beten, ich kanns nämlich wirklich irgendwie voll brauchen
danke euch allen
hab euch lieb
berney
Montag, 8. Oktober 2007
... und hinterm Horizont geht´s weiter ...
... ein neuer Tag
Ich habe noch längst nicht Alles begriffen was derzeit in meiner geliebten Jesus-Freak-Bewegung abgeht, den Schmerz verschiedener Informationen längst nicht bewältigt, dennoch eines steht fest, daß Gott keine Fehler macht und Jesus der Allerbeste ist, daß es nicht möglich ist göttliche Weisheit mit menschlichem Verstand zu erfassen, daß er immer einen perfekten Plan hat und was menschenmöglich ist IHN nur langweilt. Nur begreifen können würd ich halt schon das ein oder andere und sei es nur desshalb um damit richtig oder besser umgehen zu können.
Persönlich habe ich nach einem desaströsen Donnerstag letzte Woche, eine angenehme und dennoch anstrengende nächtliche Gebetszeit genossen, einen tief deprimierten Freitag erlebt und mich dann bereit mich vor einen Zug zu werfen den Freitagabend angegangen.
Aber Gott ist gerecht und so unendlich gut. An dem Punkt angelangt als mir Mal wieder so in etwa Alles scheißegal war, wurde ich zu ein paar Runden Dart eingeladen. Es war großartig sich wieder mit gewohnten Mitteln auseinander zu setzen und zu meinem persönlichen Erstaunen hielt meine Hand, die ich leicht an einer Tür, die übrigens Schrott ist, demoliert habe, durch.
Es war schön für mich feststellen zu können, daß ich noch immer nicht schlecht spiele, zwar Lichtjahre von meiner ehemaligen Bestform entfernt, aber ich war doch recht zufrieden mit diesem Spieltag (3er Match 8 Spiele; 3 Siege, 4 2te, 1 Niederlage); gleich im Anschluss ohne jede Pause ein sehr schönes 5 Satz-Match (5 Siege, keine Niederlage) mit einem ganz besonderen Finish im 4ten Spiel: 160 stehen auf der Scheibe, mein Plan 60-60-40 scheiterte bereits am ersten Dart der in BE endete. Das Finish war dann schließlich BE-60-BE oder anders 50-60-50. Derartige Finishes habe ich selbst in meiner aktivsten Zeit nicht oft gespielt, einfach nur zum Träumen, sowas passiert vielleicht einmal in 10 Jahren, das ist nur geil. Damit noch nicht genug, durfte ich doch tatsächlich auch Mal gegen den Lokalmatador gewinnen, zwar lediglich 2 zu 1, aber gewonnen ist letztlich gewonnen.
Samstag verbrachte ich sehr entspannt, mit Formel-1, einem guten Buch, etwas nicht zuviel Hausarbeit und relativ viel Ruhe. Ich habe einfach die Seele baumeln lassen und dabei festgestellt, daß es nicht zwangsläufig nötig ist jeden Tag schier an Depressionen zu verrecken, es geht also tatsächlich auch anders - wow - Danke Jesus.
Sonntag habe ich dann noch viel ruhiger zugebracht, so verschlafen sogar, daß ich garnicht erst zum Gottesdienst aus den Federn kam. Dennoch habe ich den Sonntag nicht als Verlust erlebt, die Entscheidung in der Formel-1 fällt in Sao Paulo, in Brasilien was mir persönlich gut gefällt, Borusia Mönchen Gladbach hat einen guten Lauf und ansonsten scheint es wirklich Menschen zu geben, die mich sehr gerne haben und das berührt mich selbst noch in den dunkelsten Tagen. Aber Sonntag war nicht dunkel, ich fühlte mich irgendwie schon wieder ziemlich lebendig, wenn´s doch nurmal so bliebe.
Unbekümmert, annähernd sorgenfrei, zumindest die vorhandenen ignorierend, komme ich zum Schloss um den Montagmorgen Worship zu erleben, fand den Anfang ja auch noch wirklich gut und dann dreht die Veranstalltung in der Mitte voll ab, daß es für mich einfach mit Jesus nichts mehr zu tun hatte. Ich bin dann auch ziemlich enttäuscht gegangen und habe mich um meine Arbeit gekümmert, die heute auch nicht besonders erfolgreich war. Viel hab ich versucht, fertig ist nichts und warum verschiedene Dinge sind wie sie scheinbar sind, erschließt sich mir nicht wirklich. Muß einfach Mal wieder abwarten, Kraft aufbringen und die ganze Zeit hoffen nicht von der nächsten tiefschwarzen Wolke erfasst zu werden.
Meine Pläne sind dahin, denn leider muß ich mich zuerst um mich selber kümmern und ob dann wenn ich wieder OK bin noch jemand interesse an mir hat ist die andere Frage, die ich einfach in den Raum stelle und mir selber darüber noch keine finalen Gedanken gemacht habe. So sieht´s eben nunmal aus, ich muß mit einer Auszeit von mindestens 4 Wochen rechnen, während hier alles reorganisiert wird. Schöner geht´s ja garnicht, da kann man den Freak ja Mal wieder mit ruhigem Gewissen übergehen.
Ach was soll´s: " Always look on the bright side of life.[whistle]
Always look on the right side of life. ..."
Solong
berney
Ich habe noch längst nicht Alles begriffen was derzeit in meiner geliebten Jesus-Freak-Bewegung abgeht, den Schmerz verschiedener Informationen längst nicht bewältigt, dennoch eines steht fest, daß Gott keine Fehler macht und Jesus der Allerbeste ist, daß es nicht möglich ist göttliche Weisheit mit menschlichem Verstand zu erfassen, daß er immer einen perfekten Plan hat und was menschenmöglich ist IHN nur langweilt. Nur begreifen können würd ich halt schon das ein oder andere und sei es nur desshalb um damit richtig oder besser umgehen zu können.
Persönlich habe ich nach einem desaströsen Donnerstag letzte Woche, eine angenehme und dennoch anstrengende nächtliche Gebetszeit genossen, einen tief deprimierten Freitag erlebt und mich dann bereit mich vor einen Zug zu werfen den Freitagabend angegangen.
Aber Gott ist gerecht und so unendlich gut. An dem Punkt angelangt als mir Mal wieder so in etwa Alles scheißegal war, wurde ich zu ein paar Runden Dart eingeladen. Es war großartig sich wieder mit gewohnten Mitteln auseinander zu setzen und zu meinem persönlichen Erstaunen hielt meine Hand, die ich leicht an einer Tür, die übrigens Schrott ist, demoliert habe, durch.
Es war schön für mich feststellen zu können, daß ich noch immer nicht schlecht spiele, zwar Lichtjahre von meiner ehemaligen Bestform entfernt, aber ich war doch recht zufrieden mit diesem Spieltag (3er Match 8 Spiele; 3 Siege, 4 2te, 1 Niederlage); gleich im Anschluss ohne jede Pause ein sehr schönes 5 Satz-Match (5 Siege, keine Niederlage) mit einem ganz besonderen Finish im 4ten Spiel: 160 stehen auf der Scheibe, mein Plan 60-60-40 scheiterte bereits am ersten Dart der in BE endete. Das Finish war dann schließlich BE-60-BE oder anders 50-60-50. Derartige Finishes habe ich selbst in meiner aktivsten Zeit nicht oft gespielt, einfach nur zum Träumen, sowas passiert vielleicht einmal in 10 Jahren, das ist nur geil. Damit noch nicht genug, durfte ich doch tatsächlich auch Mal gegen den Lokalmatador gewinnen, zwar lediglich 2 zu 1, aber gewonnen ist letztlich gewonnen.
Samstag verbrachte ich sehr entspannt, mit Formel-1, einem guten Buch, etwas nicht zuviel Hausarbeit und relativ viel Ruhe. Ich habe einfach die Seele baumeln lassen und dabei festgestellt, daß es nicht zwangsläufig nötig ist jeden Tag schier an Depressionen zu verrecken, es geht also tatsächlich auch anders - wow - Danke Jesus.
Sonntag habe ich dann noch viel ruhiger zugebracht, so verschlafen sogar, daß ich garnicht erst zum Gottesdienst aus den Federn kam. Dennoch habe ich den Sonntag nicht als Verlust erlebt, die Entscheidung in der Formel-1 fällt in Sao Paulo, in Brasilien was mir persönlich gut gefällt, Borusia Mönchen Gladbach hat einen guten Lauf und ansonsten scheint es wirklich Menschen zu geben, die mich sehr gerne haben und das berührt mich selbst noch in den dunkelsten Tagen. Aber Sonntag war nicht dunkel, ich fühlte mich irgendwie schon wieder ziemlich lebendig, wenn´s doch nurmal so bliebe.
Unbekümmert, annähernd sorgenfrei, zumindest die vorhandenen ignorierend, komme ich zum Schloss um den Montagmorgen Worship zu erleben, fand den Anfang ja auch noch wirklich gut und dann dreht die Veranstalltung in der Mitte voll ab, daß es für mich einfach mit Jesus nichts mehr zu tun hatte. Ich bin dann auch ziemlich enttäuscht gegangen und habe mich um meine Arbeit gekümmert, die heute auch nicht besonders erfolgreich war. Viel hab ich versucht, fertig ist nichts und warum verschiedene Dinge sind wie sie scheinbar sind, erschließt sich mir nicht wirklich. Muß einfach Mal wieder abwarten, Kraft aufbringen und die ganze Zeit hoffen nicht von der nächsten tiefschwarzen Wolke erfasst zu werden.
Meine Pläne sind dahin, denn leider muß ich mich zuerst um mich selber kümmern und ob dann wenn ich wieder OK bin noch jemand interesse an mir hat ist die andere Frage, die ich einfach in den Raum stelle und mir selber darüber noch keine finalen Gedanken gemacht habe. So sieht´s eben nunmal aus, ich muß mit einer Auszeit von mindestens 4 Wochen rechnen, während hier alles reorganisiert wird. Schöner geht´s ja garnicht, da kann man den Freak ja Mal wieder mit ruhigem Gewissen übergehen.
Ach was soll´s: " Always look on the bright side of life.[whistle]
Always look on the right side of life. ..."
Solong
berney
Mittwoch, 3. Oktober 2007
Ein F(r)eiertag
das Beste vorneweg - mir geht es gut, ich lebe, habe Kleidung und Nahrung, bin nicht verfolgt, gesundheitlich in Ordnung, nicht übermäßig deprimiert, kenne Gott und brenne darauf IHN auch Mal wieder gerne den Verlorenen bekannt zu machen, habe Träume, Ideen und Visionen - aber dennoch fehlt mir was, wenn ich doch auch nur verstehen würde was das wirklich ist.
Heute ist der Tag der deutschen Einheit und es gab selbst hier im Zentrum wie sich das gehört eine Art Feierstunde in Form einer etwas anderen Gebetszeit.
Es wurden die geschichtlichen Fakten kurz, für mich zu kurz dargestellt und dann haben "Zeitzeugen" davon berichtet wie sie die Wiedervereinigung erlebt haben. Ich selbst war eigentlich, weil emotional sehr involviert nicht im Stande wirklich was zu sagen und hab es dann auch gelassen, was im Nachhinein ein klarer Fehler war, denn so passierte was passieren mußte, dieses historische und für Deutschland wohl wichtigste Ereignis wurde auf "es gab endlich genügend Bananen für Alle" und "ich habe endlich eine Barbie bekommen" reduziert. Selbstverständlich das ganze verbunden mit Gott ist der Allerbeste was selbstverständlich auch stimmt. Danach haben wir dann noch für Deutschland, die Regierung und Gottes Plan für unser Land gebetet. Mir kam das irgendwie etwas komisch vor mit Amis ohne jeden Hintergrund und einem sehr jungen Deutschen, der offensichtlich absolut kein geschichtliches Verständnis hat, das zu tun - egal.
Ich bin echt glücklich darüber, daß wir zum Abschluß noch "Gott ist gegenwärtig" und zum Glück auch noch die Nationalhymne gesungen haben.
Ansonsten werde ich diesen Tag begehen wie jedes Jahr, mich in mich zurück ziehen und den Toten der Mauer gedenken, mich mit Freude an die Großtaten der Herren Reagan und Gorbatschow erinnern, für den einen oder anderen Freund beten, versuchen das Gute, was schon geschehen ist zu bemerken und zu würdigen und hoffentlich irgendwann den Schmerz der Erinnerung an eine geteilte Familie, ein geteiltes Vaterland, Unterdrückung und Willkür vergessen. Vielleicht hat diese junge, unbefangene und weitestgehend unzureichend gebildete Generation ja recht - Es geht halt darum, daß es genügend Bananen, auch im Winter für jeden gibt.
Gott schütze Deutschland, mein geliebtes Vaterland auf das ich Stolz bin, auch wenn das als Fluch von vielen verstanden wird - ICH bin stolz ein Deutscher zu sein.
Segen von der Ostfront
berney
Heute ist der Tag der deutschen Einheit und es gab selbst hier im Zentrum wie sich das gehört eine Art Feierstunde in Form einer etwas anderen Gebetszeit.
Es wurden die geschichtlichen Fakten kurz, für mich zu kurz dargestellt und dann haben "Zeitzeugen" davon berichtet wie sie die Wiedervereinigung erlebt haben. Ich selbst war eigentlich, weil emotional sehr involviert nicht im Stande wirklich was zu sagen und hab es dann auch gelassen, was im Nachhinein ein klarer Fehler war, denn so passierte was passieren mußte, dieses historische und für Deutschland wohl wichtigste Ereignis wurde auf "es gab endlich genügend Bananen für Alle" und "ich habe endlich eine Barbie bekommen" reduziert. Selbstverständlich das ganze verbunden mit Gott ist der Allerbeste was selbstverständlich auch stimmt. Danach haben wir dann noch für Deutschland, die Regierung und Gottes Plan für unser Land gebetet. Mir kam das irgendwie etwas komisch vor mit Amis ohne jeden Hintergrund und einem sehr jungen Deutschen, der offensichtlich absolut kein geschichtliches Verständnis hat, das zu tun - egal.
Ich bin echt glücklich darüber, daß wir zum Abschluß noch "Gott ist gegenwärtig" und zum Glück auch noch die Nationalhymne gesungen haben.
Ansonsten werde ich diesen Tag begehen wie jedes Jahr, mich in mich zurück ziehen und den Toten der Mauer gedenken, mich mit Freude an die Großtaten der Herren Reagan und Gorbatschow erinnern, für den einen oder anderen Freund beten, versuchen das Gute, was schon geschehen ist zu bemerken und zu würdigen und hoffentlich irgendwann den Schmerz der Erinnerung an eine geteilte Familie, ein geteiltes Vaterland, Unterdrückung und Willkür vergessen. Vielleicht hat diese junge, unbefangene und weitestgehend unzureichend gebildete Generation ja recht - Es geht halt darum, daß es genügend Bananen, auch im Winter für jeden gibt.
Gott schütze Deutschland, mein geliebtes Vaterland auf das ich Stolz bin, auch wenn das als Fluch von vielen verstanden wird - ICH bin stolz ein Deutscher zu sein.
Segen von der Ostfront
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